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Jahreskonzert 2016 - Ein Rückblick

Montag., 09. Mai 2016


Es ist zwar nun schon eine Weile her, dass wir anlässlich unseres 20. Jahreskonzerts den Frankoniasaal des Congress Centrums Würzburg gefüllt haben; die Erinnerung daran wird uns aber noch lange bleiben und dazu soll auch dieses Gedankenprotokoll beitragen.
Fast scheint es so, als ob es abgesprochen gewesen wäre – pünktlich zu unserem Jubiläum erstrahlt das CCW mit neuer Fassade in prächtigerem Glanz denn je. Doch nicht nur an dem Austragungsort unseres jährlichen musikalischen Schaulaufens hatte sich für dieses Jahr etwas verändert, auch wir konnten mit einer Neuerung an unser Spitze aufwarten. Markus Hein feierte mit dem Konzert seinen Einstand als unser musikalischer Leiter wobei man erwähnen muss, dass er sich schon ein paar Vorschusslorbeeren verdient hatte, da er bereits seit Sommer 2014 erfolgreich zeitweise die Rasselbande Projektorchester gebändigt hatte.
Das Konzertprogramm bestand größtenteils aus absoluten Krachern für uns Musiker. Zu Beginn galt es bei 633 Squadron einen rhythmisch wie aus einem Guss gefertigten Sechsachteltakt abzuliefern. Auch in Princess Mononoke ging es unter anderem auch um exakte Rhythmen, die aber hier gegeneinander liefen und uns in den Proben einige Nerven abgerungen hatten. Nachdem wir bei Dances with Wolves unsere Intonation sowie Geduld unter Beweis stellen durften ging es in der Star Wars Saga richtig ab. Nach der Pause kam besonders unser gut besetzer Hornsatz mit Robin Hood voll auf seine Kosten bevor wir den von uns gefürchteten Colonial Song in Angriff nahmen. Hier hatte sich unser Markus einen dirigentischen Freischuss erlaubt und anspruchsvolle „Ensembleliteratur“ aufgelegt. Während man sich sonst schon ab und zu dreisterweise beim Zählen auf seine Satzkollegen und -kolleginnen verlässt, wurde daraus hier nichts! Bei diesem Werk steht jede Stimme für sich – selbst in der Dynamik. Das Endergebnis war jedoch überwältigend! Mit einem heitern Medley aus Ratatouille leiteten wir über zu einem kreuzverseuchten Arrangement von Les Miserables. Stellenweise durften sich die B-Instrumente in Fis-Dur mit sechs dieser Vorzeichen herumschlagen. Von den drei Zugaben wird uns sicherlich der Star Wars Disco March am längsten im Gedächtnis bleiben. Gewitzt von Johannes „Keppi“ Keppner angekündigt versuchten wir uns an einer wesentlich tanzbareren Version des Stücks aus unserer ersten Konzerthälfte, während Markus unter einer Darth Vader-Maske schwitzend den Taktstock und die Hüften schwang und dafür brandenden Applaus erntete.
„Super... Klasse... Wahnsinn...“ – wie wir damals endorphinschwanger posteten, so werden wir uns an die Probenphase, das Konzert und die folgende Aftershowparty erinnern.
Mittlerweile ist schon längst wieder die Zeit angebrochen, in der unsere Notenwarte wäschekörbeweise neue Literatur in den Proberaum bringen und Markus alle Hände voll zu tun hat, gemeinsam mit uns erneut ein bühnenreifes Programm einzustudieren. Diesmal werden wir am 21. Mai erneut mit dem Violinisten Florian Meierott auftreten und zwar im Rahmen eines Benefizkonzerts zugunsten der Stiftung Bürgerspital. Karten können Sie auf unsere Homepage bestellen oder im Bürgerspital Weinhaus erstehen.

Von Tobias Grygier